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Radfahren am Limit
Posted on May. 25, 2009 at 8:47 AM
Als das berühmteste und bedeutsamste Radrennen der Welt gilt wohl die Tour de France. Diese wird seit dem Jahr 1903 alljährlich im Juli ausgetragen und umfasst ungefähr zwanzig Etappen, die von den Fahrern hart umkämpft sind. Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h können erreicht werden und speziell die Bergetappen verlangen den Fahrern alles ab. Heiß begehrt sind das gelbe Trikot für den Gesamtführenden, das grüne Trikot für den besten Sprinter und das rot-gepunktete Bergtrikot für den Schnellsten der Bergwertung. Als erfolgreichster Fahrer aller Zeiten gilt der Amerikaner Lance Armstrong, der als Erster siebenmal die Tour siegreich bestritten hat. Dies dürfte auch deshalb besonders anerkennenswert sein, da er erst wenige Jahre zuvor erfolgreich gegen Hodenkrebs gekämpft hatte. Im Jahr 2008 konnte der Spanier Carlos Sastre nach der 21. Etappe den Gesamtsieg erlangen.
Doch die Tour de France besticht nicht nur mit Nachrichten über große sportliche und persönliche Erfolge, sondern macht in den letzten Jahren auch gehäuft Negativ-Schlagzeilen. Aufgrund des immer größer gewordenen Drucks auf der Jagd nach Rekorden im Radfahren hat das Doping Einzug in den Radsport gehalten. Durch die durchwegs strengen Kontrollen wurden immer mehr Dopingsünder entlarvt. Vor allem das Hormon Erythropoetin (EPO) wurde aufgrund seiner Wirkung vermehrt rote Blutkörperchen zu bilden, gehäuft als Dopingmittel eingenommen. Auch Testosteron zum beschleunigten Muskelaufbau oder Amphetamine konnten mehrmals nachgewiesen werden. Diese Dopingskandale führten nicht nur zu Disqualifikationen und Sperren für Sportler, sondern auch dazu, dass mehrere Sponsoren absprangen und sogar Fernseh-Übertragungen eingestellt wurden. Bei der Tour de France 2008 machten vor allem die Gerolstein-Fahrer Stefan Schumacher und Bernhard Kohl Negativ-Schlagzeilen. Letzterem wurden somit auch der dritte Platz der Gesamtwertung und der Sieg der Bergwertung aberkannt. Die Radsportler setzten mit der Einnahme von Doping nicht nur ihre Gesundheit aufs Spiel, sondern bringen den gesamten Radsport nachhaltig in Verruf.
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